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Gibt es guten Stress? 6 Tipps zur Stressbewältigung

Stress macht krank, Stress macht Bluthochdruck, Stress macht tot. Diese Überschriften kennen wir aus den Medien. Doch sind sie überhaupt wahr? Bestimmt hast Du schon mal gehört, dass es zwei verschiedene Arten von Stress gibt. Den “guten” Stress (Eustress) und den chronischen Stress (Disstress).

Stress heißt eigentlich nur, dass irgendwas (oder irgendwer) unter Druck steht. Dass auf ihn oder sie Druck ausgeübt wird. Unter dem Druck kann sich ein Gegenstand verformen, zerbrechen oder nachdem der Stress vorbei ist, wieder in seine ursprüngliche Form zurück schnellen (mehr dazu in unserem Artikel Resilienz).

Beim guten Stress stehen wir also auch unter Druck. Unser Hormonsystem schaltet genauso auf “Alarm”, wie beim “bösen” Stress. Der Herzschlag beschleunigt sich, es werden Stresshormone ausgeschüttet. Ob aus normalem Alarm im Körper guter oder schlechter Stress wird, entscheiden wir! Kommen zu der körperlichen Reaktion nämlich Widerwillen (gegen die Situation) und das Gefühl der Hilflosigkeit hinzu, wird aus Eustress intensiver Disstress. Beides liegt in Deiner Hand bzw. wie Du über das Erlebte denkst und fühlst. Nutzen wir den Moment des Drucks, um zu handeln, um uns Hilfe zu holen, um irgendwas mit Schwung zu erledigen und lassen den Stress danach wieder gehen, dann haben wir die Energie der Stresshormone gut genutzt und sie werden wieder abgebaut.

Wenn wir das Beenden des Stresses nicht schaffen, weil wir uns zum Beispiel nicht bewegen, nichts tun, sondern glauben nichts tun zu können, wenn wir uns den Stress täglich und immer wieder mit unseren eigenen Gedanken machen, dann wird der Stress chronisch.Die körperliche Stressreaktion wurde nicht für einen Dauerzustand konzipiert. Die Stresshormone sollen nur kurzzeitig im Blut kursieren und dann wieder abgebaut werden. Auf Dauerstress ist unser Körper nicht ausgelegt. Wenn die Stresshormone im Körper dauerhaft erhöht sind, spart der Körper an Reparaturaufgaben, an Entspannung und Heilung.

Deshalb macht Stress krank! Weil im (normalerweise kurzen) Stressfall sämtliche Aufgaben, die nicht direkt dem Überleben dienen (Löwe hinter Dir?) abgeschaltet werden. Wenn vor meiner Tür immer ein Löwe wartet (oder der Chef), dann komme ich nicht mehr aus dem Stress heraus.

Der gute Stress hilft uns beim Lernen! Wenn wir im Stress etwas lernen, dann behalten wir es besser! Welche Lektionen verankerst Du in Deinem Gehirn, wenn Du unter Dauerstress leidest?

Böser Stress vs guter Stress

Wie kannst Du aus Deinem üblichen Stress guten Stress machen?

  1. Mache das drei Schritte Entstressungsprogramm (Blogartikel mit Arbeitsblatt)
  2. Überlege aktiv, was Du jetzt tun kannst und fange damit an (egal, wie klein der erste Schritt ist)
  3. Hole Dir Hilfe! Das Stresssystem ist darauf ausgelegt, dass wir als soziale Wesen uns Hilfe von anderen holen! Erst wenn die Verbindung von “Stress” -> “gehe zu Deinen Freunden” statt dessen auf “Stress” -> “iss was, trink was, kauf was” in den Teenagerjahren gelegt wurde, dann wird normaler Stress zu chronischem Stress. Und wenn Du Deinen Körper mit Genussgiften weiter stresst, wird es nicht besser!
  4. Entspanne Dich aktiv. Mache Sport, lerne eine Entspannungstechnik. Werde kreativ, male, bastle, räume auf und um. Was hast Du als Kind gerne getan?
  5. Mache einen Plan, wie Du langfristig einige Deiner Verantwortungen abgeben oder begrenzen kannst. Hast Du Dir vielleicht zu viel aufgeladen? Küche, Kinder, Karriere? Kann ein Teil mit weniger als 100% betrieben werden? Was kannst Du an andere übergeben? Welchen Teil des Haushalts könne z.B. der Partner und die Kinder mit übernehmen?
  6. Mache eine Plan, was in Deinem Leben wirklich das Wichtigste ist. Worauf möchtest Du Dich konzentrieren? Wofür möchtest Du zu 100% konzentrieren? Was würde Dir so viel Freude bringen, dass Du mit der so gewonnen Energie die restlichen Pflichten locker schaffst?

Du siehst, die Liste geht von “akut” zu “langfristig”. Welchen Schritt kannst Du heute noch machen?

Du kannst natürlich auch die Audios in unserem Online Kurs emotionales Essen hören. Das sind hypnotische Meditationen die dafür gedacht sind, Deine stressenden Blockaden aufzulösen und Dich rundum zu entspannen. Die Audios entspannen sogar so sehr, dass sie dabei helfen, emotionales Essen zu beenden!

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