Emotionales Essen überwinden. Geht das?
Die hypnotische Meditation, die mehr kann!

Emotionales Essen überwinden. Geht das?

Dieser Artikel ist Teil einer neuen Serie zum Thema Abnehmen.

Kennst Du das? Einfach etwas essen (oder Trinken) zu müssen? Vielleicht auch obwohl Du längst satt bist? Dann hast Du vielleicht in Deiner Jugend gelernt, dass Essen Liebe bedeutet oder Sicherheit, oder dass Deine Gefühle nicht Ok oder nicht erlaubt sind.

„Du brauchst nicht weinen!“

Oder wurde Dir immer wenn Du geweint hast, etwas Süßes angeboten?

„Hier nimm ein Bonbon!“

Kann es sein, dass Du damals gelernt hast, Deine Gefühle mit Essen zu dämpfen oder zu stopfen?

Wenn Du gelernt hast, Gefühle mit Essen zu “behandeln”, dann ist es wahrscheinlich, dass Du diese Lösung auch im Erwachsenenalter benutzt. Dann ist es wahrscheinlich, dass Du mindestens ein wenig übergewichtig bist.

Hast Du gegen die plötzlichen Hunger-Attacken auch schon “Tricks” angewendet? Tricks, wie das Zählen von zehn bis eins rückwärts oder hast Du schon versucht, den Hunger mit schierer Willenskraft zurück zu halten? Wie lange hat das funktioniert? Bei mir hat das oft zu noch größeren Hungerattacken geführt.

„Dieser Trick funktioniert! (Nicht)“

Ab und zu mal aus emotionalen Gründen zu essen ist kein Problem. Es wird erst zum Problem, wenn man so viele zusätzliche Kalorien zu sich nimmt, dass man zu nimmt. Ich habe mich einige Woche mit einer Kalorienzähl-App verfolgt. An normalen Tagen hatte ich ein kleines Kaloriendefizit, war also auf dem Weg, abzunehmen. Regelmäßig hatte ich allerdings einen Tag in der Woche, an dem mein Essverhalten stark abwich: an solchen Tagen habe ich dann über 4000 Kalorien gegessen. In der Summe habe ich dadurch genauso viel gegessen, um mein Gewicht zu halten. Immerhin, kann man sagen. Nicht zugenommen. Trotzdem sieht man daran, dass auch “seltenes” emotionales Essen langfristig zu Übergewicht führen kann.

Obwohl sich der emotionale Hunger so stark und überwältigend anfühlt, kannst Du ihn überwinden!

  • Lerne Deine Gefühle anders zu behandeln, lerne damit anders umzugehen. Lerne Deine Gefühle zu spüren und sie dann einfach gehen zu lassen. Stell Dir vor, es wäre nicht mehr nötig, sie zu stopfen, weil sie einfach von selbst vergehen, wenn Du sie lässt!
  • Lerne Dich in Deinen Ansprüchen an Dich und die Welt um Dich zu entspannen.
  • Stärke Dein Selbstwertgefühl, dann gibt es seltener Grund für Dich, Dich mit Essen zu trösten.
  • Lerne Dein Herz zu öffnen und alte Geschichten los zu lassen. Dann fällst Du nicht mehr in die alten Gefühle, nur weil Dich irgendetwas an eine Niederlage, eine Scham erinnert.
  • Entwickle Mitgefühl mit Dir selbst. Verzeihe Dir, wenn Du doch noch mal viel zu viel isst. Schließlich führen Vorwürfe wieder zu weiteren negativen Gefühlen, die Du dann vielleicht wieder versuchst mit Essen zu behandeln.
  • Lerne intuitives Essen. Lerne genau zu spüren, was Dir bekommt, wann Du satt bist, ob Du vielleicht nur Durst hast oder ob irgendein Stress jetzt zu diesem Hunger führt. Erinnere Dich wieder an die Art, wie Du als Kind gegessen hast (bevor Du mit Lob und Tadel darauf trainiert wurdest, immer Deinen Teller leer zu essen), oder wie Du vielleicht als Schwangere viel besser auf Deinen Körper gehört hast. Es ist ein Lernprozess der Zeit benötigt. Trotzdem kannst Du Dich langfristig von allen Essproblemen befreien, wenn Du die Geduld dafür aufbringst. In zwei oder mehr Jahren zum Wunschgewicht zu kommen ist doch immer noch besser als nie?

Seit ich diese Lernschritte durchlaufen habe und mit meinen Gefühlen arbeite, statt sie zu bekämpfen, hat sich mein Leben stark gewandelt:

  • Ich kann mich nicht genau erinnern, wann ich das letzte Mal aus emotionalen Gründen viel gegessen habe.
  • Ich habe neulich tatsächlich vergessen einen Nachtisch zu essen (beziehungsweise ich war mit einem Apfel zufrieden!)
  • Wenn ich keine Schokolade im Haus habe, ist das kein Problem mehr für mich!

Ich nehme zwar langsam, dafür aber dauerhaft ab. Ich fühle mich viel ausgeglichener. Es macht mir wirklich Spaß, beim Essen und auch sonst auf meine Intuition zu vertrauen.

 

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